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RATGEBER-HANDICAP

Was ist zu tun bei einem Unfall mit einem umgebauten Wagen?

 

Die nasse und rutschige Jahreszeit hat uns wieder im Griff und auf den Straßen macht man hin und wieder unliebsame Bekanntschaft mit der Stoßstange des Vordermanns. Meistens sind es kleine Rempler, auch auf Parkplätzen, die zwar ärgerlich sind, aber oft keine großen Auswirkungen haben. Das ist in der Regel auch bei umgebauten Fahrzeugen der Fall, allerdings sollte man einige Besonderheiten beachten, damit das Fahrzeug auch nach einer Rempelei wieder optimal einsatzbereit ist.

 

1. Bei einem Unfall sollten Sie die Polizei rufen, damit der Hergang ordentlich dokumentiert wird und bei den Versicherungen keine unnötigen Fragen aufkommen. Vergessen Sie nicht die Versicherungsdaten auszutauschen.

 

2. Nun stellt sich die Frage, muss ich mit meinem umgebauten Wagen in die "übliche" Werkstatt oder zum Umrüster meines Vertrauens. Das hängt vom Einzelfall ab.

 

Hat ein Fahrzeug rein mechanische Fahrhilfen (z.B. ein Gestänge vom Handgerät für Gas und Bremse zu den Pedalen), dann reicht es in den meisten Fällen, bei ganz leichten Anstößen mit z.B. Kratzern und kleinen Dellen, eine übliche Werkstatt aufzusuchen. Um auf Nummer sicher zu gehen, dass der Umbau einwandfrei funktioniert, sollte aber zusätzlich zeitnah eine Überprüfung in der Umbauwerkstatt erfolgen.

 

Bei größeren Unfällen wie z.B. Blechschäden und Behrührungen mit Rädern und / oder Reifen ist immer die Umbauwerkstatt zur Überprüfung hinzuzuziehen.

 

Sind hingegen digitale Fahrhilfen für Lenkung, Bremse, Gas, sogenannte Joysticksteuerungen, und Dockingstationen für Rollstühle verbaut, ist hier immer eine Überprüfung durch einen autorisierten Service-Techniker Ihrer Umbauwerkstatt notwendig. Im Zweifelsfall rufen Sie erst einmal die technische Service-Hotline Ihres Fahrzeugumrüsters an und halten Rücksprache, ob Sie den Wagen fahren können oder besser mit einem Service-Mobil abgeholt werden.

 

Das gilt teilweise sogar für leichte Rempler auf dem Parkplatz, z.B. bei einem Anstoß auf den Reifen bzw. das Rad, der offensichtlich „nicht allzu stark war“, aber vielleicht durch den Reifen auf die Lenkung übertragen wurde, ohne sichtbare Schäden zu hinterlassen.

 

Ihre Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer sollte immer an erster Stelle stehen.

 

3. Sollte ein Rollstuhl als Fahrersitz genutzt werden, muss zwingend auch dieser inklusive der Dockingstation und der Kopf- und Rückenstütze fachmännisch kontrolliert werden.

4. Wir bieten unseren Kunden, auch wenn das Fahrzeug nicht bei uns umgebaut worden ist, eine deutschlandweite 24/7 Service-Hotline an, um im Falle eines Falles jederzeit reagieren zu können. Unser Service-Mobil verfügt sogar auf der Beifahrerseite über einen Hub-Schwenksitz, damit die meisten Rollifahrer in der Fahrerkabine mühelos mitgenommen werden können, denn im abgeschleppten Fahrzeug darf, laut Gesetzgeber, niemand während der Fahrt sitzen bleiben.

 

5. Sollten Sie den Unfall verursacht haben, dann kommt in der Regel die Vollkaskoversicherung zum tragen, denn diese übernimmt die kompletten Reparaturkosten, auch für den Umbau.

 

Voraussetzung: Man muss beim Erwerb eines umgebauten Fahrzeugs den Versicherungsumfang überprüfen, denn nicht bei jeder Versicherung ist automatisch der Umbau mitversichert. Damit Ihnen kein finanzieller Nachteil, bzw. mangelnder Versicherungsschutz entsteht, ist der Umbau bei der Versicherung im Vorfeld anzugeben.

 

Wir empfehlen grundsätzlich eine Vollkaskoversicherung abzuschließen, denn auch manche Leistungsträger setzen dies für eine Kostenübernahme des Fahrzeugumbaus voraus.

 

Durch den Umbau entsteht ein Mehrwert und das Fahrzeug muss entsprechend eingestuft werden, wodurch der Versicherungsbeitrag steigen kann, hier sind Vergleiche bei verschiedenen Versicherungen ratsam.

 

Haben Sie den Schaden nicht verursacht, kommt die Haftpflichtversicherung des Unfallgegners für die Kosten auf.

 

6. Fahrer eines umgebauten Fahrzeuges sollten sich auch den BAVC ansehen. Dieser Automobilclub bietet Leistungen speziell für umgebaute Wagen an. Zum Beispiel werden höhere Abschleppkosten des verunfallten, umgebauten Fahrzeuges übernommen oder Sie werden zum Umrüster Ihrer Wahl gebracht, anstelle der nächstgelegenen Werkstatt.

 

7. Sie erreichen unsere technische 24/7 Service-Hotline unter:

Tel.: 0151 1740 4272 (BITTE nur bei Panne oder Unfall)

 

Für Termine oder sonstige Rückfragen erreichen Sie uns wie gewohnt unter Tel: 02432 933890

 

Wir wünschen Ihnen natürlich allzeit gute Fahrt und sind im Falle eines Falles jederzeit gerne für Sie da.

 

Ihr Automobile Sodermanns Team vom Reha-Mobilitätszentrum-NRW


WELTNEUHEIT: REHA-SLIDE Erstes therapeutisches Trainingsgerät

 

Mit unserem REHA-SLIDE haben wir eine Möglichkeit geschaffen, dass Menschen mit Bewegungseingeschränkung unter professioneller Anleitung den sicheren Transfer zum Beispiel ins Auto oder auf einen anderen Sitz trainieren können.

 

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Glückswoche bei Automobile Sodermanns

 

Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.

- Albert Schweitzer –

 

Unter diesem Motto steht die gesamte kommende Woche im Hause Sodermanns. Wir sind froh an der „Glückswoche“ der Stadt Wassenberg teilnehmen zu dürfen und haben uns allerhand einfallen lassen, um das Glück mit unseren Besuchern zu teilen und somit zu verdoppeln.

Glück und glücklich sein gehören erfreulicherweise täglich zu unserer Arbeit, denn wir haben das Privileg Menschen durch unsere Fahrzeugumbauten zur Mobilität zu verhelfen.

 

In der Woche vom 18. bis zum 23.03. heißt es aber „Glück im Doppelpack“

 

1. Menschen mit Handicap können kostenfrei z.B. auf unserem Verkehrsübungsplatz mit einem Fahrlehrer unserer Kooperationsfahrschule Cornelia Schiefer selbstständig ein umgebautes Auto fahren. Oder aber einen Rollator, Scooter oder E-Rollstuhl ausprobieren. Hierzu bitten wir um Anmeldung unter Tel.: 02432 / 933 890

 

2. Als zweites Highlight für jeden Besucher mit oder ohne Handicap, haben wir einen „Glücksweg“ mit 7 „Glücksstationen“ quer durch unsere Ausstellung vorbereitet. An jeder Station gibt es etwas zu erleben und genießen. Am Ende des Weges erwartet unsere Besucher eine kleine „Glücks-Oase“. Lassen Sie sich überraschen 😊. Für den Glücksweg ist keine Anmeldung erforderlich.

 

Wir freuen uns sehr auf Ihren Besuch!


Diesel-Fahrverbote für Menschen mit Behinderung!?
 
Wie sieht es eigentlich mit dem Diesel-Fahrverbot für Menschen mit Behinderung aus? Gerade Personen, die kurz vor der Neuanschaffung eines Autos stehen, stellen sich die berechtigte Frage: Kann ich mir noch ein Dieselfahrzeug kaufen oder muss ich sogar mein altes, umgebautes Fahrzeug mit Dieselmotor bald stehen lassen?
 
Die Hintergründe für das Fahrverbot für Diesel sind in der Presse ausführlich dargelegt worden. Im Wesentlichen geht es um eine Reduzierung der Stickstoffdioxid-Konzentrationen in der Luft.
 
Wer ist wo betroffen?
Grundsätzlich soll das Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge, welche nicht die Euro 6 Abgasnorm erfüllen, gelten. Zur Zeit gibt es deutschlandweit ca. 13 Millionen Dieselfahrzeuge, welche noch nicht die Abgasnorm Euro 6 erfüllen und somit von einem Fahrverbot betroffen wären.
Die Stadt Hamburg hat den Anfang gemacht und zwei Straßenzüge für Diesel-Fahrzeuge schlechter als Euro 6 gesperrt. Stuttgart folgt Anfang 2019, jedoch erst einmal nur mit einem Verbot für Euro 4 und schlechter (Stand: September 2018). Weitere Städte werden folgen, da insgesamt in über 70 Städten bundesweit die Grenzwerte überschritten werden.
Wer die Einfahrtsbeschränkungen in Hamburg ignoriert, muss mit einem Verwarn- bzw. Bußgeld in Höhe von 25 (Pkw) bis 75 Euro (Lkw) rechnen. Die Überwachung des Verbotes kann nur im Rahmen einer Fahrzeugkontrolle im laufenden Verkehr erfolgen, da die Kfz-Zulassungsbescheinigung Teil 1 (Kfz-Schein) von der Polizei eingesehen werden muss.
 
Ausnahmen vom Fahrverbot
In Hamburg gelten viele Ausnahmen. So zum Beispiel für Anwohner und deren Besucher, Kunden und Beschäftigte von ansässigen Geschäften, Büros, Praxen oder Kanzleien, Krankenwagen, Müllautos oder Lieferverkehre innerhalb des betreffenden Straßenabschnitts. Auch Handwerkern ist es erlaubt, betroffene Straßen mit Dieselfahrzeugen zu befahren, sofern ihr Kunde dort wohnhaft ist.
 
Zusätzlich gibt es Ausnahmen für Menschen mit Handicap.
Das heißt analog zu den Ausnahmen für das Befahren der Feinstaub-Umweltzonen, dürfen Kraftfahrzeuge, mit denen Personen fahren oder gefahren werden, die außergewöhnlich gehbehindert, hilflos oder blind sind,
die Umweltzonen befahren. Der Anspruch wird durch die nach § 3 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 der Schwerbehindertenausweisverordnung im Schwerbehindertenausweis eingetragenen Merkzeichen „aG", „H" oder „BI" oder dem EU-Parkausweis nachgewiesen.
 
Es muss keine Ausnahmegenehmigung beantragt werden.
 
Diese Regelung ist bundesweit gültig. Menschen mit dem Merkzeichen "G" oder mit einem EU-Parkausweis für
Gleichgestellte können eine Ausnahmegenehmigung beantragen, wenn die vorgenannten Grundvoraussetzungen erfüllt sind. Ausnahmen erteilen
wiederum die Städte. Das Kraftfahrzeug muss nicht selbst von der schwerbehinderten Person geführt werden und es muss auch nicht auf diese zugelassen sein.
Menschen mit den Merkzeichen „aG“, „H“ oder „Bl“ im
Schwerbehindertenausweis müssen sich aber zurzeit ohnehin keine Sorgen machen, denn es ist davon auszugehen, dass die Ausnahmen für das Diesel-Fahrverbot für Menschen mit Behinderung in den nächsten Jahren nicht geändert werden.

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