Finanzierung eines Fahrzeugumbaus

Häufig steht nur die Angst vor den Kosten oder der Finanzierung eines Fahrzeugumbaus zwischen Ihnen und Ihrer Mobilität. Die können wir Ihnen aber getrost nehmen. Mit unserer Hilfe können die Kosten um bis zu 100% reduziert werden. Dank unserer langjährigen Erfahrung wissen wir genau, welche Leistungsträger und Förderer für Sie in Frage kommen, und regeln gerne alles Nötige für Sie.

Kostenübernahme für den Fahrzeugumbau im Video-Blog

 

Im Folgenden finden Sie Informationen zu den finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten

 

1. Kraftfahrzeughilfe als Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, Auszubildende, Selbstständige, Beamte, Studierende oder arbeitssuchende Menschen mit Behinderungen mit Aussicht auf eine Arbeitsstelle können Kfz-Hilfe im Rahmen der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erhalten. Geregelt ist dies durch die Kraftfahrzeughilfeverordnung (KfzHV).

 

Welche Leistungen sind möglich?

Nach §2 KfzHV beinhaltet die Kfz-Hilfe Zuschüsse oder Darlehen

▪ zur Beschaffung eines Kraftfahrzeugs (einkommensabhängig):

Das Fahrzeug muss nach Größe und Ausstattung den Anforderungen entsprechen, die sich aus der Be-hinderung ergeben und, soweit erforderlich, eine behinderungsbedingte Zusatzausstattung ohne unverhältnismäßigen Mehraufwand ermöglichen. Die Beschaffung eines Gebrauchtwagens ist möglich, falls der Verkehrswert des Fahrzeugs noch mindestens 50 % des Neupreises beträgt.

 

→ Der Autokauf wird mit max. 22.000,- Euro bezuschusst und ist einkommensabhängig (§5 KfzHV).

 

▪ für eine behinderungsgerechte Zusatzausstattung (unabhängig vom Einkommen):

incl. Einbau, Reparaturen und technischer Überprüfung. Eine detaillierte Einzelaufstellung der notwendigen Zusatzausstattung ist sinnvoll!

▪ zur Erlangung einer Fahrerlaubnis (einkommensabhängig):

Kosten für behinderungsbedingte Untersuchungen, Ergänzungsprüfungen und Eintragungen in vorhandene Führerscheine werden in vollem Umfang übernommen. Kfz-Umbau als Hilfsmittel im Sinne der gesetzlichen Krankenkassen? In der Regel kommen die gesetzlichen Krankenkassen als Kostenträger nicht in Frage! Ausnahme: Kraftknoten s.u. im Kapitel „Hinweise“.

 

Voraussetzungen

▪ Kraftfahrzeughilfe erhalten Menschen mit Behinderung, wenn sie um den Arbeits- oder Ausbildungsort zu erreichen, ständig aufgrund von Krankheit oder Behinderung auf die Kfz-Benutzung angewiesen ist.

▪ Es können keine öffentlichen Verkehrsmittel für den Arbeitsweg genutzt werden (die Gründe sollten Sie in Ihrem persönlichen Antragsschreiben darlegen!)

▪ Die Kosten für einen Fahrdienst sind über 5 Jahre gerechnet höher als der Zuschuss zu einem angepassten Fahrzeug

▪ Seit der letzten Beschaffung eines geförderten Fahrzeugs sind fünf Jahre vergangen. Ausnahmen sind möglich, wenn beispielsweise das Auto nicht mehr geeignet ist oder Reparatur unwirtschaftlich wäre.

▪ Auch in Heimarbeit Beschäftigte, die das Auto benötigen, um Aufträge abzuholen oder Arbeitsergebnisse abzuliefern, können Kfz-Hilfe erhalten. Voraussetzung ist eine Beschäftigung von mind. 15 Std. pro Woche für das tarifliche bzw. ortsübliche Gehalt.

 

Wer ist zuständig, wo stelle ich den Antrag?

Bei bestehendem Arbeitsverhältnis (Arbeiter/Angestellte) und für Betroffene in der Berufsausbildung/Umschulung:

▪ Bundesagentur für Arbeit: wenn Sie weniger als 15 Jahre rentenversicherungspflichtig beschäftigt sind.

▪ Rentenversicherungsträger: nach mind. 15 Jahren rentenversicherungspflichtiger Berufstätigkeit.

▪ Integrationsamt: fördert Berufstätige mit Behinderungen, wenn sonst kein anderer Träger zuständig ist (Selbstständige, Beamte).

Der Vollständigkeit halber sind als mögliche Kostenträger auch Berufsgenossenschaften und Unfallversicherung zu erwähnen.

 

Stellen Sie zuerst Ihren Antrag und führen Sie Maßnahmen (z.B. Gutachten, Autokauf) erst nach einer schriftlichen Entscheidung Ihres Kostenträgers durch! Ist eine technische Überprüfung/Wiederherstellung der technischen Funktionsfähigkeit einer behinde-rungsbedingten Zusatzausstattung erfolgt, sollten Sie die Kostenübernahme innerhalb eines Monats nach Rechnungstellung beantragen.

 

2. Kraftfahrzeughilfe als Leistung zur sozialen Teilhabe
Für Menschen mit Behinderung, die nicht berufstätig oder in Ausbildung sind und die KFZ-Hilfe für die Freizeitgestaltung benötigen, kommen Leistungen zur Mobilität nach §83 SGB IX infrage. Sie können im Rahmen der Fachleistungen der Eingliederungshilfe zur sozialen Teilhabe gewährt werden (§113 Absatz 2 Num-mer 7). Grundlage bildet auch hier die Kraftfahrzeughilfeverordnung (KfzHV), wobei die Höhe der Förderung für ein KfZ oder die Fahrerlaubnis von den dort genannten Werten abweichen kann (vgl. §114 SGB IX).


Wer kann welche Leistungen erhalten?
Leistungen der Eingliederungshilfe sind nachrangig. Eingliederungshilfe erhält also, wer die erforderliche Leistung nicht auf andere Weise decken kann oder sie nicht von anderen Rehabilitationsträgern erhält. Mit einer Antragstellung müssen Sie Ihre finanziellen Verhältnisse offenlegen. Einkommen und Vermögen, das die Freigrenzen übersteigt, muss eingesetzt werden, dasjenige des Partners wird nicht angerechnet. (Zur Berechnung vgl. Kapitel 9 Teil 2 SGB IX und „weiterführende Informationen“ weiter unten.)
Die Kfz-Empfehlungen der BAGüS


Die Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe (BAGüS) bietet den Trägern der Eingliederungshilfe als Handreichung für die Sachbearbeitung „Empfehlungen der BAGüS zu Leistungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen für ein Kraftfahrzeug im Rahmen der Sozialen Teilhabe nach dem SGB IX“



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