Charity- und Spendenprojekte



Laden Sie hier das Heft „Eine Ziege für Burundi“ von Frank Sodermanns herunter
Auch die Medien berichten über das soziale Engagement. Lesen Sie einen Bericht der „Heinsberger Zeitung am Sonntag“.
Klaus Buyel betreut in Burundi acht Projekte. Unter anderem baut er mit den Fischern am Tanganjikasee Boote in, reiner Handarbeit und unterweist die Fischer im Segeln.
Beeindruckt von diesem großartigen Engagement zeigt sich der Wassenberger Frank Sodermanns, der Klaus Buyel seit vielen Jahren unterstützt. SEITE 12
ZEITUNG AM SONNTAG Sonntag, 2. Februar 2020
Großes Engagement für Menschen in Burundi
Frank Sodermanns besucht „Pfarrer im Ruhestand“ Klaus Buyel- Jeder kann helfen
KREIS HEINSBERG. Wenn er spricht, fesselt er seine Zuhörer wie kaum ein anderer.
Er packt immer wieder tatkräftig an, um Menschen zu helfen und begeistert seit Jahrzehnten die Menschen im Kreis Heinsberg mit seinem Wirken ebenso wie die Menschen im ostafrikanischen Burundi. Klaus Buyel, inzwischen Mitte 70 und Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, ist Priester, Lehrer, Jugendseelsorger und ein Mensch, der Spuren hinterlässt und nachhaltige Entwicklungen anstößt.
Während seines Dienstes als Kaplan in Oberbruch reiste er Mitte der 70er Jahre zum ersten Mal nach Burundi, eines der ärmsten Länder der Welt. Die Menschen dort, besonders die Kinder und Jugendlichen, sind ihm ans Herz gewachsen. Als Priester des Bistums Aachen arbeitete Buyel von 1980 bis 1986 im dortigen Bistum Bujumbura. Als Lehrer und Jugendseelsorger unterrichtete er an einem Internat und
baute dabei einen Schulbauernhof mit Metzgerei, Mühlenbetrieb, Bäckerei, Schlosserei, Biogasanlage und Transportunternehmen auf, um eine möglichst umfangreiche Selbstversorgung zu erreichen. Auch nach seiner Rückkehr ins Bistum Aachen behielt er sein Engagement in Bujumbura bei. Seit seiner Versetzung in den Ruhestand 2013 ist Klaus Buyel wieder gut die Hälfte des Jahres in Burundi, zelebriert aber weiterhin auch die eine oder andere Messfeier im Kreis Heinsberg und wird – nach seinem derzeitigen Spanien-Aufenthalt wie jedes Jahr bei Karnevalszügen in unserer Region wieder mitten im Geschehen sein. Danach geht es vollbepackt mit Hilfsgütern zusammen mit seinem Freund und Mitstreiter Herbert Münch wieder nach Burundi.

Hilfe aus Wassenberg
Viele Hilfstransporte mit gebrauchten Fahrzeugen, Krankenwagen, Ersatzteilen
und Werkzeugen sowie medizinischen Gegenständen, Schulsachen und Saatgut für die burundischen Kleinbauern organisierte Klaus Buyel in den zurückliegenden mehr als 40 Jahren mit.dem Ziel, für die Menschen in Burundi Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Unterstützung findet Klaus Buyel durch technisch versierte Freunde und Bekannte. Einer von ihnen ist der Wassenberger Frank Sodermanns. Beide kannten sich als Feuerwehrleute; Klaus Buyel gehörte nicht nur der Löschgruppe Arsbeck an, sondern ist bis heute Feuerwehrseelsorger für Wegberg und Wassenberg.
Vor 27 Jahren gab es eine Begegnung in einem Autohaus in Wegberg, schildert Frank Sodermanns. „Klaus hatte mit einer Werkstatt in Burundi angefangen und sammelte hier bei uns alte Schrauben, Ersatzteile und Werkzeug. 1994 hatte ich ihm versprochen, dass ich mitfahre, um den Leuten in Burundi drei Wochen lang zu zeigen, wie eine Werkstatt funktioniert.“
Der Weg in die Selbstständigkeit und der Aufbau des eigenen Autohauses verhinderten dieses Unterfangen damals. Doch viele Impfungen, Vorbereitungen und 25 Jahre später sollte es dann doch so weit sein.
So wie Klaus Buyel es regelmäßig tut, packte auch Frank Sodermanns seine Koffer anders als andere Reisende: Absprachegemäß füllten die unterschiedlichsten Ersatzteile und Werkzeuge das insgesamt 69 Kilogramm schwere Gepäck. Schließlich war es das Ziel, gleich mehrere Fahrzeuge in Burundi wieder flottzumachen – besonders wichtig waren dabei die Ersatzteile für einen Krankentransportwagen. Von Zahnriemen und Gelenkwelle bis zu einem Prüf- und Messgerät hatte Frank Sodermanns alles besorgt.
Neben den wichtigsten Instandsetzungen ging es dann konkret darum, vor Ort „die Jungs zu schulen und ihnen Tipps zu geben“. Den Krankentransportwagen und einige weitere Fahrzeuge konnte man erfolgreich reparieren.
In Burundi lernte Frank Sodermanns die Projekte von Klaus Buyel kennen und sammelte viele überwältigende Eindrücke. Mit den Fischern am Tanganjikasee baute der „Pfarrer im Ruhestand“ Segelboote, damit die Fischer Benzin sparen können, und brachte ihnen bei, dass der Ertrag größer ist, wenn nicht jeder für sich, sondern alle gemeinsam fischen.
An einem Altenheim erklärte Frank Sodermanns den Schwestern den Heckeinstieg an einem VW Caddy, den das Alten- und Pflegeheim St. Josef aus Höngen zur Verfügung gestellt hatte. Bevor der Caddy in Burundi seinen Dienst tun konnte, hatte Frank Sodermanns das Fahrzeug in seinem Wassenberger Autohaus zehn Zentimeter höhergelegt und für die Beförderung eines Rollstuhls umgebaut. „Als ich die Schlaglöcher und die schlechten Straßen gesehen habe, wusste ich, warum wir das gemacht haben“, erklärt Sodermanns.
Hilfe zur Selbsthilfe ist das Ziel aller Projekte – so auch das der dortigen Inklusionsschule. Als Rehakind-Fachberater erlebte Frank Sodermanns, wie es ist, wenn Kinder in Rollstühlen für Erwachsene sitzen. „Es ist mein Ziel, über mein Netzwerk in Deutschland für die Kinder in Burundi kindgerechte Rollstühle zu besorgen“, hat sich der Wassenberger auf die Fahne geschrieben.
Überall begegneten Frank Sodermanns lebensfrohe Kinder und freundliche Erwachsene, auch wenn es an nahezu allem mangelte. „Es ist atemberaubend, wie sich Klaus Buyel und seine Freunde für die Menschen einsetzen. Sie packen an und setzen Dinge um. Das ist großartig“, betont Sodermanns.
Er möchte in ein paar Jahren vielleicht noch einmal mit seinen Söhnen nach Burundi fliegen, um ihnen diese ganz andere Welt zu zeigen. Bis dahin wird er Klaus Buyel weiter unterstützen.
„Eine Ziege für Burundi“
Und er appelliert: „Wer Klaus Buyel unterstützen möchte, kann mich gerne ansprechen. Eines ist gewiss: Mit und durch Klaus Buyel und seine Stiftung ist sichergestellt, dass alles – Geld- oder Sachspenden – 1:1 da ankommt, wo es am nötigsten gebraucht wird.“
Unter der Überschrift „Eine Ziege für Burundi“ kann jeder für nur 30 Euro ganz konkret helfen. Die Spende ermöglicht den Kauf einer Ziege. Mit diesem Nutztier erwirtschaften alleinerziehende Frauen in Burundi ein eigenes Einkommen, können ihre Felder düngen und tragen zum Aufschwung im Dorf bei. Mit der Übergabe der Tiere werden die Begünstigten auch in der artgerechten Haltung geschult. Das erstgeborene Zicklein muss an eine andere Familie abgegeben werden, sodass die geleistete Hilfe sich durch jede Ziege multipliziert.
Acht verschiedene kirchliche und soziale Projekte werden in Burundi durch die Klaus-Buyel-Stiftung unterstützt. Mehr dazu unter: www.klaus-buyel-stiftung.de
Treffpunkt Ehrenamt 2020

Beim Treffpunkt Ehrenamt gehe es auch darum, Geschichten zu hören, um sie weiterzutragen, so Hans Hund. Sie zeigten, dass das Handwerk eine sensible Rolle habe für gesellschaftliche Anliegen. Diese gelte es in die nächste Generation zu tragen. Bewegende Geschichten gab es viele. Da war Kfz-Meister Frank Sodermanns aus Wassenberg (mehr in der Info), der mit Autoteilen im Gepäck nach Burundi reist, Meister für Holz- und Bautenschutz Michael Grübel, der mit seinen Beschäftigten Unterhaltungsstunden in Seniorenheimen übernimmt, Bestatterin Jessica Dorndorf, die Bedürftigen eine Hilfsstation und Langzeitarbeitslosen einen Neustart ermöglicht, Unternehmerfrau Sabine Scheffler, deren Büro im Autohaus zur Weihnachtszeit von Päckchen für Bedürftige belegt ist, Friseurmeisterin Rosemarie Ehrlich, die Bedürftigen die Haare schneidet und damit bei den Kundinnen und Kunden auch „innere Türen öffnet“, Friseurmeisterin Andrea Schug, die Kindertanzgruppen im Kölner Karneval trainiert, und Kälteanlagenbauer- und Elektrotechnikermeister Helmut Kleinehr, der sich seit Jahrzehnten als ehrenamtlicher Richter betätigt. Der Treffpunkt Ehrenamt wird gefördert vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.
Vita e.V. Assistenzhunde

Firma Sodermanns spendet Rollstuhl für jungen Rumänen







